Colostrum-Extrakt

Zurück Zur Startseite Nächste Seite

Beschreibung des Nahrungsergänzungsmittels Colostrum-Extrakt

(Colostrum der Kuh, Vormilch, Erstmilch, Biestmilch)
von
Dr.med.Dr.med.vet. Franz Starflinger

Zitate:

Brockhaus Enzyklopädie:
Bei den Haustieren gehen in Folge der besonderen Plazentation die Schutzstoffe im Mutterleib nicht auf die Tierjungen über. Sie werden nach der Geburt mit dem Colostrum aufgenommen.

Lehrbuch der Physiologie der Tiere, Scheunert-Trautmann:
Im Gegensatz zu anderen Spezies (z.B. Primaten), werden von der Kuh auf das Kalb im Uterus keine Immunglobuline (=Antikörper, Abwehrstoffe) übertragen. Die erste (passive) Immunisierung erfolgt über das Colostrum und ist daher für das Kalb besonders wichtig.


Das Colostrum ist für jedes neugeborene Säugetier (auch der Mensch) ein beinahe unersetzliches Nährmittel. Die besonderen Inhaltsstoffe sind für die Gesundheit z.B. des Kalbes in den ersten Tagen lebenswichtig, da während der Tragezeit, aufgrund der plazentalen Barriere, die mütterlichen Immunglobuline nicht bzw. nur in geringen Mengen in den Foetus übertreten können.

Dies ist eine Besonderheit bei Schwein und Rind, da diese Tierspezies einen Plazentationstyp aufweist, der wegen einer sehr dichten Barriere zwischen Mutterschein und Ferkel bzw. Kuh und Kalb den Austausch der Immunstoffe nicht möglich macht. Insbesondere beim Rind handelt es sich um einen Plazentationstyp namens Plazenta syndesmochorialis, während z.B. der Primat Mensch einen Plazentationstyp haemochorealis aufweist. D.h., daß zwischen der Mutterkuh und dem Kalb eine Schichtdicke von ca. 5 Schranken besteht, während beim Menschen nur 3 Schranken vorhanden sind.

Aufgrund der Dichte der Plazenta zwischen Kuh und Kalb findet, wegen des hohen Diffusionsabstandes zwischen Mutterblut und Foetusblut (60-100 mm), kein intensiver Stoffaustasch statt. Vergleichsweise sei erwähnt, daß der Diffunsionsabstand zwischen Lungenalveolen und Kapillaren etwa 2 mm ist. Der Übergang der Immunglobuline von der Mutter auf das Neubeborene, bzw. der Übergang der mütterlichen Antikörper in den Organismus des Säuglings ist jedoch für diesen lebenswichtig.
Von enormer Bedeutung ist dies also bei Tieren mit einer besonders starken und dichten plazentalen Barriere, da diese Tiere praktisch ohne Abwehrstoffe geboren werden. D.h., daß ein Kalb, das diese Erstmilch nicht von der Mutter bekommt, der Konfrontation mit Bakterien oder Viren schutzlos preisgegeben ist und nur in Ausnahmefällen überleben kann.
Aus der Erfahrung meiner früheren tierärztlichen Tätigkeit kann ich berichten, daß Kälber, die kein Colostrum erhielten und die in der ersten Lebenswoche erkrankten, z. B. insbesondere Diarrhoe (Koliinfekte) und Arthritis (Steptokokkeninfekte), von Tierärzten nicht behandelt werden konnten. Diese Kälber waren zum Tode verurteilt, denn selbst eine intensive Antibiotikatherapie gab keine Chance zum Überleben, da das Immunsystem nicht tätig wurde, bzw. nicht funktionierte. (An dieser Stelle sei vorweggenommen, daß auch wir Menschen die Schutzeigenschaften der Erstmilch der Kuh vollständig in unserem Darm verarbeiten und aufnehmen können). Die wichtige Bedeutung der Erstmilch zeigt sich in der Landwirtschaft traditionell dadurch, daß der Bauer schon beim "Trockenstellen" der Kuh, 6-10 Wochen vor der Geburt, besonders darauf achtet, daß sie in einem guten Zusand ist, der Euter besonders gepflegt wird, damit gewährleistet ist, daß die Kuh eine gesunde Erstmilch bringt.
An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß die Erstmilch, die für Colostrum-Extrakt Verwendung findet, besonderen Qualitätsprüfungen unterliegt. Die zuliefernden Landwirte geben allerdings niemals das gesamte Volumen der Erstmilch an den Colostrum verarbeitenden Betrieb ab, da sie einen Teil für die Kälberfütterung benötigen.

Zurück Zur Startseite Nächste Seite

Nachricht an MKV-Vertrieb